Studie “Jugend in Europa”

Für die Initiative "1989-2009. Aufbruch in ein neues Europa" wurde als erster Projektschritt das aktuelle Meinungsbild von Jugendlichen zu den Themen "Aufbruchsjahr 1989“ und Entwicklungen seit 1989 erhoben.

Die Studie

Die Studie "Jugend in Europa" wurde von GfK Austria durchgeführt. Dabei wurden Jugendliche aus Österreich, Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Slowenien zu ihrer Sichtweise des Jahres 1989, der Entwicklung ihres Landes innerhalb Europas und der Bedeutung Europas für ihre Zukunft befragt.

Die Studie wurde in Form einer Online-Befragung mit jeweils 500 Jugendlichen pro Land im Alter zwischen 14 und 24 Jahren im Juli und August 2008 durchgeführt.

Folgende Themen wurden unter anderem behandelt:

  • Wie definieren Jugendliche ihre Staatszugehörigkeit?
  • Welche Ereignisse des Jahres 1989 sind Jugendlichen bekannt?
  • Wie wird die kommunistische Vergangenheit in Osteuropa wahrgenommen?
  • Wie wird die Entwicklung des eigenen Landes seit 1989 innerhalb Europas und der Europäischen Union beurteilt?
  • Welche Zukunftserwartungen haben Jugendliche?

Die Resultate

Die Studie führte zu sehr aufschlussreichen Ergebnissen in vielerlei Hinsicht. So konnte etwa festgestellt werden, dass für das jeweilige nationale Zugehörigkeitsgefühl der Faktor Muttersprache eine durchgehend wichtigere Rolle als zum Beispiel der Faktor Religion spielt. Bezüglich des Bekanntheitsgrads verschiedener Ereignisse des Jahres 1989 dominiert ganz klar der Fall der Berliner Mauer, gefolgt von der Öffnung des Eisernen Vorhanges. Eindeutig positiv fielen die Antworten auf die Frage, ob der EU-Beitritt des jeweiligen Landes eine richtige Entscheidung war, aus. Auch die Frage nach den positiven Auswirkungen des EU-Beitritts für das eigene Land sowie für die eigene Person wurde mehrheitlich positiv beantwortet.

Starke positive Auswirkungen der EU-Mitgliedschaft werden vor allem im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung und der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen gesehen. Jedoch wurden, vor allem im Bereich der persönlichen Auswirkungen, auch kritischere Meinungen geäußert. So wird der EU zum Beispiel beim Preis der Waren für die Konsumenten und der Höhe der Löhne und Gehälter eine eher negative Rolle attestiert.

Die Studienergebnisse als Bildschirmpräsentation [Europa-Jugend-Studie.pps, 3918 KB]

Die Studienergebnisse im Detail [Studie_mit_Details.pdf, 3923 KB]