Jobs bei der EU

Die Europäische Union wird nicht selten kritisch beäugt. Dass sich Europa aber dank der EU im Laufe eines halben Jahrhundert zu einem Ort des Friedens und der Stabilität entwickelt hat, wird oft gar nicht wahrgenommen. Und dies betrifft uns alle. Die Möglichkeiten in Bezug auf das Leben, Arbeiten und Reisen scheinen heute grenzenlos. Eine Tatsache, die heute schon fast als selbstverständlich wahrgenommen wird. Die Einrichtungen und Agenturen der EU bilden mittlerweile eine Organisation, die von Entwicklungshilfe bis Umweltpolitik quasi alle Bereiche abdeckt. Die EU-Institutionen beschäftigen mehr als 40.000 Männer und Frauen aus den 28 EU-Mitgliedstaaten.

Was und wo arbeiten Menschen, die für die Europäische Union tätig sind?

Um Europa gemeinsam in eine sichere Zukunft führen zu können, sind viele Menschen gefragt, die tatkräftigt für die EU arbeiten. Welche Aufgaben für wen ideal sind, ist abhängig von der Erfahrung, den Kompetenzen und dem Stellenprofil. Die Bereiche sind überaus vielfältig, so kann das Ausarbeiten von Strategien, die Umsetzung der EU-Rechtsvorschriften oder die Entwicklung von Kommunikationsstrategien im individuellen Fall eine interessante Aufgabenstellung sein. Und wo arbeiten Menschen, die für die Europäische Union tätig sind? In einer der verschiedenen EU-Institutionen wie

  • das Europäische Parlament,
  • der Rat der Europäischen Union oder
  • die Europäische Kommission.

Die meisten EU-Institutionen sind in Brüssel oder Luxemburg gelegen – beide Standorte bieten ein internationales Umfeld, wo nicht nur das Arbeiten, sondern auch das Leben von Vielfalt geprägt wird.

Die EU bietet internationale Karrieremöglichkeiten

Die EU bietet ehrgeizigen und gut ausgebildeten Menschen internationale Karrieremöglichkeiten. Langfristige Perspektiven und Entfaltung stellen nur zwei der vielen Vorteile dar, welche ein Job bei der EU mit sich bringt. 500 Millionen Menschen in 28 EU-Ländern erwarten Hochleistungen. Hierbei handelt es sich bestimmt nicht um eine leichte Aufgabe, doch die Chance konkret etwas zum Positiven verändern zu können, gilt als größte Motivation. HochschulabsolventInnen oder auch StudentInnen im letzten Studienjahr können sich bei der EU für verschiedene Bereiche bewerben. Hochschulabsolvent/-innen mit Arbeitserfahrung, Verwaltungspersonal und erfahrene Fachleute aus den verschiedensten Bereichen ebenso wie ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen sind regelmäßig gefragt. Für die Arbeit in den EU-Institutionen sind sehr gute analytische, organisatorische und kommunikative Fähigkeiten gefragt. Wer effizient in einem multikulturellen Team arbeiten möchte, findet, wonach er sucht.

Sprache – der Schlüssel für Kommunikation und Erfolg

Menschen, die für die EU-Institutionen arbeiten, können und müssen ihre Kompetenzen ständig weiterentwickeln. Es ist essentiell, immer neuen Anforderungen gerecht zu werden. Viele Sprachen sind gefragt – das Erlernen neuer Sprachen ist also ein wichtiger Bestandteil der Laufbahnentwicklung. Vor der ersten Beförderung müssen Kenntnisse in einer dritten EU-Sprache nachgewiesen werden. Die EU-Institutionen bieten deshalb auch ihrerseits Sprachkurse in allen 24 EU-Amtssprachen an. Es gibt sechs Leistungsstufen (Anfänger bis Fortgeschrittene). Das Angebot umfasst

  • Intensivkurse,
  • zweimal wöchentlich stattfindende Kurse und
  • eLearning-Kurse.

Neben Sprachkursen wird ein breitgefächertes Angebot an Weiterbildungen zur Entwicklung der persönlichen und fachspezifischen Fähigkeiten bereitgestellt.

Berwerbungen bei der Europäischen Union

Die Bewerbung bei der EU wird über ein zentralisiertes Personaleinstellungsverfahren geregelt. Das Europäische Amt für Personalauswahl (EPSO) ist für Arbeitssuchende die erste Anlaufstelle. Den EPSO-Webseiten können alle Informationen zu den Auswahlverfahren und Tipps zur Vorbereitung entnommen werden. Es gibt jährlich Auswahlverfahren für Verwaltungsräte, Linguisten, Dolmetscher, Übersetzer, Sekretariatsangestellte und andere Personalgruppen. Die Europäische Zentralbank, die Europäische Investitionsbank und der Europäische Investitionsfonds führen eigene Auswahlverfahren durch.

EU-Institutionen, die Arbeitsplätze bieten

Folgende Institutionen kommen in punkto Einstellung in Frage:

  • Europäische Kommission (Brüssel, Luxemburg, Vertretungen in jedem EU-Land)
  • Europäisches Parlament (Brüssel, Luxemburg, Straßburg, Vertretungen in jedem EU-Land)
  • Rat der Europäischen Union (Brüssel)
  • Europäischer Gerichtshof (Luxemburg)
  • Europäischer Rechnungshof (Luxemburg)
  • Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss (Brüssel)
  • Ausschuss der Regionen (Brüssel)
  • Europäischer Bürgerbeauftragter (Straßburg)
  • Europäischer Datenschutzbeauftragter (Brüssel)
  • Europäischer Auswärtiger Dienst (Brüssel, Vertretungen in der ganzen Welt).

Die Europäischen Institutionen verfügen weltweit über Büros und Vertretungen. Wer sich in den Dienst der europäischen Union stellt, erhält am Anfang aber meist eine Stelle in Brüssel oder Luxemburg.

Leben und Arbeiten in Brüssel und Luxemburg

Die Europäische Kommission hat ihren Sitz in Brüssel und Luxemburg. Das Stadtbild wird mittlerweile beider Orts von den Anwesenden der EU-Mitarbeiter mitgeprägt. Aufgrund der Anwesenheit der EU-Institutionen und anderer internationaler Organisationen und Unternehmen kommen Menschen aus aller Welt hier zusammen. Brüssel und Luxemburg sind Orte der Begegnung – viele Sprachen und Kulturen treffen aufeinander. Die Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Bars, Kulturstätten und Sportvereine lassen keine Wünsche offen – und auch das Nachtleben weiß zu überzeugen. Vom Stadtzentrum aus ist man schnell im Grünen. Amsterdam, Paris oder London sind nicht weit entfernt. Und auch Familien mit Kindern finden an den EU-Standorten ihr Glück: Die Infrastruktur an nationalen, internationalen und europäischen Schulen, Kindertagesstätten, Krabbelgruppen und anderen Kinderbetreuungseinrichtungen kann als ausgezeichnet bezeichnet werden.